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„World Restart a Heart“ – Jede*r auf der Welt kann ein Leben retten, auch im Rhein-Main-Gebiet

Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ vom 16. bis 23.9.2019 lädt die BG Unfallklinik Frankfurt gemeinsam mit der Feuerwehr Frankfurt am Samstag, den 21. September 2019 zu einem Aktionstag am Paulsplatz in Frankfurt ein. Unter der Devise „Restart a Heart –Tag der Wiederbelebung“, sollen sich Laien bewusst machen, dass sie Hilfe leisten können, durch die sich die Überlebenschancen Betroffener verdoppeln bis verdreifachen. „Es lohnt sich, seine Fähigkeiten aufzufrischen, denn Reanimation ist einfacher als viele glauben. Jede*r kann es!“, erläutert Rolf Teßmann, Chefarzt der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie an der BG Unfallklinik Frankfurt am Main.

Interessierte erwartet von 10.00 bis 16.00 Uhr ein Reanimations-Schnupperkurs, bei dem sie an Übungspuppen die Wiederbelebung trainieren können, um sich im Ernstfall sicher zu fühlen und richtig zu handeln.

Jede*r Teilnehmer*in erhält eine Beatmungs-Taschenmaske fürs Auto und darf anschließend an unserem Glücksrad drehen. Dabei gibt es u.a. einige Modelle des Rettungshubschraubers EC 135 mit Fernsteuerung zu gewinnen. Die Feuerwehr Frankfurt wird mit einem Rettungswagen vor Ort sein und sich ebenfalls an dem Reanimations-Schnupperkurs beteiligen. Informationen rund um die Wiederbelebung und Taschenkarten die im Notfall als Anleitung dienen, liegen für jede*n Besucher*in aus.

Zu dem Reanimationstraining für Jung und Alt sind auch Familien herzlich eingeladen: Denn die meisten Fälle von plötzlichem Herzstillstand ereignen sich zu Hause bzw. im Freundeskreis. „Dazu muss man wissen, dass jedes Jahr mindestens 50.000 Menschen in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb des Krankenhauses erleiden“, erläutert Teßmann. Ihre Überlebenschance hängt an wenigen Minuten. Denn das Gehirn beginnt bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand bereits nach nur 3-5 Minuten ohne Blutfluss unwiederbringlich zu sterben. Das ist ein wichtiges Zeitfenster, in dem man mit einer sofortigen Herzdruckmassage Leben retten kann, zumal der Rettungsdienst im Durchschnitt acht Minuten oder länger bis zum Eintreffen braucht.

Hintergrundinformationen

Der Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses gehört zu den häufigsten Todesursachen in den sogenannten zivilisierten Ländern. Allein in den USA und Europa versterben jährlich mehr als 700.000 Menschen, oftmals weil sie nicht rechtzeitig wiederbelebt werden. Der Beginn von Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien vor Eintreffen des Rettungsdiensts verdreifacht das Überleben. Die Ausbildung von Laien in Wiederbelebung ist somit effektiver als jede andere therapeutische Maßnahme – innerhalb oder außerhalb eines Krankenhauses – bei bzw. nach Herz-Kreislauf-Stillstand.

Das Motto der „Woche der Wiederbelebung" ist auch 2019 wieder „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation"  und ist eine Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. sowie der Stiftung Deutsche Anästhesiologie.

  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rita Krötz

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