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Tag der Plastischen Chirurgie: BG Unfallklinik Frankfurt stellt Fachabteilung vor

Die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie (DGPRÄC) wurde am 16. Oktober 1968 gegründet. Das 50-jährige Jubiläum nimmt die Fachgesellschaft zum Anlass einen bundesweiten Tag der Plastischen Chirurgie zu initiieren.

Die Abteilung für Plastische, Hand- und Rekonstruktive Chirurgie der BG Unfallklinik Frankfurt am Main nutzt diese Gelegenheit um das Fachgebiet am 16. Oktober 2018 von 8.00 Uhr bis 15.30 Uhr auch einem breiten Publikum näher zu erläutern.

Mit einem Informationsstand in der Eingangshalle soll die Arbeit und was die Plastische Chirurgie leistet den Besucher*innen und Patient*innen näher gebracht werden. Dabei können Interessierte das Mikroinstrumentarium sowie Mikrofäden unter einem Operationsmikroskop sehen, mit denen die plastischen Chirurg*innen des Fachs arbeiten.

„Sie müssen sich einen Faden vorstellen der dünner ist als ein Haar und eine Nadel die einen Durchmesser von nur einem fünfzehntel Millimeter hat. Das sind die Werkzeuge mit denen wir Mikrochirurg*innen an der BG Unfallklinik Feinarbeit im Detail leisten. Ob Unfall oder Krankheit: Die Mikrochirurgie ist immer dann gefragt, wenn durchblutetes Gewebe von einer Körperregion zur anderen verpflanzt werden soll. Die filigrane Technik erfordert dabei höchste Präzision, eine spezielle Ausbildung und ein enormes Fingerspitzengefühl des oder der Operateur*in“, erläutert Dr. Wibke Moll, Leitende Oberärztin und Chefarztstellvertreterin der Abteilung für Plastische, Hand- und Rekonstruktive Chirurgie an der BG Unfallklinik Frankfurt am Main.

Oft wird die Plastische Chirurgie nur als Kosmetische-, oder sogenannte Schönheitschirurgie, bei der Fett abgesaugt, Brüste vergrößert oder Botox gespritzt wird wahrgenommen. Dabei steht sie gemäß dem Konzept der DGPRÄC auf vier Säulen: der Rekonstruktiven Chirurgie, der Handchirurgie, der Verbrennungschirurgie sowie der Ästhetischen Chirurgie.

Die Plastische Chirurgie leistet gerade nach einem schweren Unfall aber auch nach Verbrennungen Großes, denn Narben nach schweren Unfällen sind oft problematisch.
Sie sind häufig gezackt, unregelmäßig oder entzündet, deshalb heilen sie in der Regel schlechter als Operationsnarben, die ja in steriler Umgebung durch glatte Schnitte entstehen.
Aber auch die Wiederherstellung nach Krebserkrankungen (z. B. Weichgewebesarkome) oder angeborenen Fehlbildungen des gesamten Körpers gehört zu den Hauptaufgaben der plastisch-chirurgischen Abteilung an der BG Unfallklinik.

 

BG Unfallklinik Frankfurt behandelt schwerste Handverletzungen

Bei der Handchirurgie geht es wie bei der Rekonstruktiven Chirurgie insbesondere um die Wiederherstellung grundlegender Körperfunktionen. Knochen, Sehnen, Bänder, Muskeln, Nerven, Gewebe und Haut werden für jede*n Patient*in in bestmöglicher Form wiederhergestellt.

Die Handchirurgie, hat sich in den letzten Jahrzehnten als sehr anspruchsvolle Spezialdisziplin mit hohem Stellenwert an vielen Kliniken entwickelt. 

In der BG Unfallklinik Frankfurt am Main wird das gesamte Spektrum angeboten und mit entsprechender Routine durchgeführt. Die Behandlung von Handverletzungen, oft in Kombination mit Nerven-, Gefäß- und Sehnendestruktionen, geht hierbei über schwerste Verletzungen und Amputationen bis hin zur geplanten Behebung von angeborenen und erworbenen Erkrankungen der Hand.

„Unsere Abteilung ist zum Schwerstverletzungsartenverfahren der Berufsgenossenschaften sowie als „Hand Trauma Center“ der Europäischen handchirurgischen Fachgesellschaft (FESSH) zugelassen bzw. zertifiziert. Über die Rettungsmittel, boden- wie luftgebunden werden schwerste Handverletzungen sowie Patienten mit Gliedmaßenamputationen zu jeder Tages- und Nachtzeit in die BG Unfallklinik verlegt“, erklärt der Chefarzt der Fachabteilung und amtierende Sekretär der DGPRÄC, Prof. Dr. Dr. Michael Sauerbier.

  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rita Krötz

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