Muskuloskelettale Infektionen

Muskuloskelettale Infektionen entstehen in der Regel durch Verletzungen oder in Folge von operativen Eingriffen. Auch Durchblutungsstörungen aufgrund einer Arteriosklerose oder eines Diabetes mellitus kann zu chronischen Infektionen von Extremitäten führen. Je nach Auslöser muss eine speziell auf den Patienten abgestimmte Therapie erfolgen. Diese beinhaltet in der Regel eine operative Wundreinigung unter Begleitung einer antibiotischen Behandlung. Hierbei ist die Gabe von spezifischen abgestimmten Antibiotika entscheidend. Bei Durchblutungsstörungen ist die Versorgung der ursächlichen Problematik von großer Bedeutung. Gegebenenfalls muss eine Verbesserung der Durchblutung im Rahmen einer Katheteruntersuchung erfolgen um die Infektion zur Ausheilung zu bringen. 

 Therapie und Operationsverfahren

Im Vordergrund der chirurgischen Therapie steht die Entfernung von krankem Gewebe sowie von Fremdköpern wie z. B. Platten und Schrauben nach einer Frakturversorgung. Sowohl das erkrankte Gewebe als auch die Fremdkörper sind nicht durchblutet und werden deshalb im Rahmen einer Infektion von pathogenen Keimen vermehrt besiedelt. Die ausführliche Beseitigung dieser „Herde“ ist für die Ausheilung der Infektion von entscheidender Bedeutung. Kommt es in diesem Rahmen zu größeren Defekten der Haut, kann ein direkter Verschluss der Haut nicht Erfolgen. Dann muss auf zeitlich begrenzte Deckungsverfahren wie z. B. Kunsthaut oder Vacuum-Verbände zurückgegriffen werden. Nach Ausheilung der Infektion kann dann mittels Hauttransplantation oder eines plastisch-chirurgischen Eingriffes die Wunde verschlossen werden.

Sind die nicht durchbluteten Anteile der Infektion entfernt, kann das vitale Gewebe gut von Antibiotika erreicht werden. Es ist wichtig, dass diese auf das vorliegende Keimspektrum abgestimmt sind. Aus diesem Grunde arbeiten wir eng mit einem Labor, welches diese Keimbestimmung durchführt zusammen. Im Rahmen jedes Eingriffes wird eine erneute Probeentnahme durchgeführt, sodass eventuelle Resistenzbildung schon früh erkannt werden kann. Zusätzlich verwenden wir lokale Antibiotikaträger, welche am Ort der Infektion zu einer hohen Antibiotikakonzentration führt, ohne jedoch den gesamten Organismus zu belasten.

Von großer Wichtigkeit sind auch speziell im Wundmanagement ausgebildete Fachpflegekräfte. Diese können in unserer Abteilung auf die modernsten und wirksamsten Wundverbände zurückgreifen. Bei den regelmäßigen Verbandswechseln wird eine ausführliche Dokumentation incl. einer Fotodokumentation durchgeführt. Veränderungen im Heilungsverlauf welche einer Änderung des Therapieregimes bedürfen können so frühzeitig erkannt werden.

 Unsere Leistungen
  • eine auf Infektionen des Bewegungsapparates spezialisierte Abteilung 
  • ein breites Spektrum an operativen und konservativen Behandlungsmöglichkeiten 
  • erfahrene Wundpflegekräfte und modernes und effektives Wundmanagement 
  • ein erfahrenes und hervorragend ausgebildetes Behandlungsteams bestehend aus Operateuren, Anästhesisten, Fachpflegekräften sowie Therapeuten 
  • 40 Jahre Erfahrung mit lokalen Antibiotikaträgern