Wiederherstellung untere Extremität nach Unfällen

Neben der speziellen Handchirurgie mit allen ihren Facetten ist die Wiederherstellung der unteren Extremität nach Unfällen einer der wesentlichen medizinischen Schwerpunkte der Abteilung. Häufig kommt es nach schweren Verkehrsunfällen oder auch Arbeitsunfällen zu offenen Brüchen am Unterschenkel. Oft zeigt sich bei solchen Verletzungen auch ein Untergang von Weichgewebe wie z. B. Haut, Muskulatur, Sehnen, Nerven und Gefäße. Nicht selten sind auch knöcherne Defekte zu verzeichnen.

Im Rahmen von interdisziplinären Therapiekonzepten werden solche Verletzungen an der BGU v.a. Dingen zusammen mit den Kollegen der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie behandelt. Die Aufgabe unseres Fachgebiet ist hierbei häufig der Extremitätenerhalt bzw. die Wiederherstellung von Form und Funktion. Nicht selten ist in diesen Fällen nach der primären knöchernen Stabilisierung durch die Unfallchirurgen eine Gewebetransplantation zur Bedeckung von funktionell wichtigen Strukturen erforderlich. Dies kann durch einfache Hauttransplantationen, sog. gestielte Lappenplastiken, aber auch durch freie mikrochirurgische Gewebetransplantationen unter Zuhilfenahme des Operationsmikroskopes erfolgen. Mit solchen Techniken ist es auch möglich die durch den Unfall ggf. nicht mehr vorhandenen Strukturen wie z. B. Nerven, Sehnen, Gefäße oder auch Knochen wiederherzustellen.

Nach der Rekonstruktion von solch schweren Verletzungen werden die Patienten dann einem interdisziplinären Rehabilitationsprogramm zugeführt.

  Chefarzt

Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Michael Sauerbier

Sekretariat :
Christiane Barufke, Lisa Mehler, Irmtraud Schuster

  069 475-2323   069 475-2586 pc-hc@bgu-frankfurt.de