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28.11.2011

Austoben im Rollstuhl und Freunde treffen


Frankfurt am Main, 28.11.2011 - Am vergangenen Samstag trafen sich Kinder der Kirchengemeinde Karlsruhe Neureut-Nord und Kinder der Kinder- und Jugendgruppe des Rollstuhl-Sport-Club (RSC)  Frankfurt am Main zu einem integrativen Sportnachmittag.

Dazu brachten die 18 Gäste, geliehene Rollstühle mit, die sie im normalen Alltag nicht benötigen, denn sie sind Fußgänger. Celina ist 8 Jahre alt und gehört zu den Besuchern aus Baden-Württemberg: „Ich sitze zum ersten Mal in einem Rollstuhl und finde es witzig, es ist Mal was anderes. Allerdings ist es schwer über eine Rampe zu fahren und je länger ich hier sitze, umso anstrengender wird es“, erzählt die Schülerin. Bereits zum dritten Mal treffen sich Kinder der Karlsruher  Kirchengemeinde und des Frankfurter Sportclubs zum gemeinsamen Nachmittag. Die BGU ist dabei zum ersten Mal Austragungsort. “Die BG Unfallklinik ist spezialisiert auf Menschen mit Rückenmarkverletzungen, deshalb wissen wir um die Herausforderungen für Menschen im Rollstuhl“, erläutert der Kaufmännische Geschäftsführer der BG Unfallklinik, Dr. Uwe Kage.

Jeden Samstag trainieren die Kinder und Jugendlichen des RSC in der Sporthalle der BGU. Einer der seit langem dabei ist, heißt Lars. „Ich bin jetzt 19 Jahre alt und  schon immer im Rollstuhl, Grund dafür ist, dass ich während meiner Geburt nur mangelhaft mit Sauerstoff versorgt wurde“. Lars gehört zu den aktiven im Sportclub. Wenn alles klappt, will er nächstes Jahr den Schein zum Übungsleiter machen, dann darf er solche Veranstaltungen wie heute auch leiten.

Wie wichtig solche Nachmittage sind, weiß auch die heutige Übungsleiterin des RSC Andrea Schlicker: „Die Akzeptanz auf beiden Seiten ist wichtig, denn nur mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein kann man lernen, auch die Hilfe anderer anzunehmen.“  Bedeutend ist für das Team des RSC aber auch, dass die nicht behinderten Kinder eigene Erfahrungen im Rollstuhl machen, um ein bisschen von der Welt zu erleben, wie sie alltäglich für behinderte Kinder und Menschen ist.  Ein Teil davon fasst der 11-jährige Ansgar von den Rollikids so zusammen: „Es ist toll, dass wir uns jeden Samstag  in der BGU Sporthalle  treffen, denn das bedeutet für mich, dass ich mich im Rollstuhl austoben und Freunde wieder treffen kann.“