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Tarifverhandlungen: auch 3. Runde ohne Ergebnis

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen zwischen den Kliniken der gesetzlichen Unfallversicherung (BG Kliniken) und dem Marburger Bund ist am 29.09.2017 nach kurzer Zeit ergebnislos abgebrochen worden.

Die BG Kliniken unterstrichen zuvor ihre Bereitschaft, weiter über die Arbeitsentgelte verhandeln zu wollen. Der Marburger Bund hingegen ist zur Fortsetzung der Verhandlungen nur bereit, sofern er eine tarifvertragliche Zusicherung erhält, dass eine Einigung auch im Fall einer Kollision mit dem Tarifvertrag einer anderen Gewerkschaft umgesetzt wird.

Den Hintergrund bildet die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11.07.2017 zum Tarifeinheitsgesetz. Mit dieser ist bestätigt worden, dass im Fall zweier kollidierender Tarifverträge derjenige der mitgliederstärksten Gewerkschaft zur Anwendung kommt.

Der Marburger Bund akzeptiert diese Rechtsfolge nicht und droht den BG Kliniken nun mit Streik.

„Den BG Kliniken ist sehr am Betriebsfrieden und einvernehmlichen Lösungen gelegen“, so Ingo Thon, Verhandlungsführer der BG Kliniken. „Die Streikandrohung des Marburger Bundes ist für uns nur schwer nachvollziehbar. Zumal nach Aussage des Marburger Bundes bereits Gespräche zwischen den betroffenen Gewerkschaften geführt werden, wie mit den Folgen der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts umzugehen ist.“

Die BG Kliniken streben eine Fortsetzung der Tarifverhandlungen auf der Basis der aktuell geführten Abstimmungen für den November an.

  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rita Krötz

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