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Klinischer Ethikbeirat (KEB) nun klinisches Ethikkomitee (KEK)

Der klinische Ethikbeirat (KEB) der BG-Unfallklinik Frankfurt am Main wurde im Rahmen der Zertifizierung nach KTQ 2009 gegründet und ist eine berufsübergreifende Beratungseinrichtung, die als interdisziplinäres Team dazu beitragen soll, dass in unserer Klinik Verantwortung, Selbstbestimmungsrecht, Vertrauen, Respekt, Rücksicht und Mitgefühl als moralische Werte in die Entscheidungen und den Umgang mit Menschen eingehen. 

Im Rahmen der Zusammenführung aller BG-Kliniken in einen Klinikkonzern der gesetzlichen Unfallversicherung  wurde die Bezeichnung klinischer Ethikbeirat (KEB) in klinisches Ethikkomitee (KEK) geändert, um eine einheitliche Bezeichnung herzustellen. Das KEK ist mit 14 unabhängigen Mitgliedern aus den Bereichen der Ärzte, Pflege, Psychologen, Juristen, Seelsorge, Betriebsrat und Verwaltungsangestellter vertreten. Es richtet sich an Patienten, Angehörige, Betreuer, Pflegende, Ärzte, aber auch an alle anderen Mitarbeitern der Klinik.

Das KEK ist ein Forum für schwierige und moralisch kontroverse Entscheidungen in Grenzsituationen der modernen Medizin und ist eine Hilfestellung beim Umgang mit ethischen Fragestellungen in der Patientenversorgung. Insbesondere berät und unterstützt das KEK diejenigen, die konfliktbehaftete Entscheidungen treffen müssen oder davon betroffen sind, bei der Entscheidungsfindung unter Berücksichtigung der ethischen, medizinischen, pflegerischen, ökonomischen und rechtlichen Aspekten. Die Aufgaben des KEK beinhaltet die fallbezogene ethische Beratung derjenigen Mitarbeiter, die unmittelbar in die Patientenversorgung involviert sind.

Dazu gehört die Anhörung von Patienten und deren gerichtlich bestellten Betreuern, Bevollmächtigten oder Angehörigen zu konkreten ethischen Fragestellungen.
Ergänzend kommt die Durchführung von Ethik-Konsilen hinzu, die Beratung in ethischen Grundsatzfragen sowie die Information, Fort-und Weiterbildung von Mitarbeitern in medizinisch-ethischen Belangen.

Aus den klinischen Ethikkomitees aller BG-Kliniken werden Mitglieder entsandt, die gemeinsam auf Konzernebene die Arbeitsgruppe (AG) Ethik bilden.  Die AG Ethik entwickelt Empfehlungen (Ethik-Leitlinien) für wiederkehrende ethische Fragestellungen.  Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen mit externen Experten für ethische Belange im Klinikalltag sind für die Mitarbeiter aller BG-Kliniken eine Möglichkeit auch überregional in einen Austausch zu kommen.  Zusätzlich wurde die Möglichkeit geschaffen an der Zertifizierung „Ethikberaterin im Gesundheitswesen“ durchgeführt von Herrn Prof. Alfred Simon der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) teilzunehmen. In der AG-Ethik werden alle relevanten Formulare den aktuellen Gegebenheiten in der Medizin angepasst und gelten in allen BG-Kliniken. Durch diesen überregionalen Austausch ist der Blick auf alle ethischen, pflegerischen, medizinischen, rechtlichen und  ökonomischen Aspekten gegeben.

Ethik im Klinikalltag ist kein starres Konzept, sondern gelebtes Miteinander und entwickelt sich nach den Gegebenheiten in der Medizin immer weiter. Wichtig ist die Kommunikation untereinander, um Anregungen, Kritik und Fragen in ethischen Belangen an den KEK heranzutragen, nur dann ist es den Mitgliedern möglich zeitnah und angemessen zu reagieren.

Dafür gibt es einen extra Bereich auf unserer Homepage. Interessierte haben hier die Möglichkeit  durch Ausfüllen eines Formulars mit uns in Verbindung zu treten.  Ein Mitglied des KEK nimmt zeitnah Kontakt mit dem Antragsteller auf und erörtert das weitere Vorgehen.

 

 

 

 

 

  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rita Krötz

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