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Hangar und Landefläche des Rettungshubschraubers „Christoph2“ werden modernisiert.

Ganz oben, im 13. Stock des K-Gebäudes der BG Unfallklinik ragt der Hangar mit dem orangefarbenen Hubschrauber über der Stadt. Damit auch weiterhin ein reibungsloser und sicherer Flugbetrieb garantiert werden kann, muss der Hangar samt Landefläche nun modernisiert werden.

Bislang landete der RTH auf einem ca. 33 cm hohen Teller. Zukünftig muss diese Fläche bodengleich mit der Landefläche sein.
Überdies wird die Kerosinbetankung umwelttechnisch auf den neusten Stand gebracht. Die Flugleittechnik, wie etwa die Wetterstation, sowie die Landeplatztechnik werden dem neuesten Standard angepasst. Das Landedeck wird komplett zurückgebaut, um dann die Beheizung der Landefläche sowie die Unterkonstruktion und die Landefläche zu erneuern. Um diese Arbeiten durchführen zu können, muss „Christoph2“ und sein Team am 5. Oktober 2017 umziehen.

„Wir investieren hier etwa 3,3 Millionen Euro in die Zukunft und gehen von etwa 12 Monaten Bauzeit aus, danach wird „Christoph2“ wie gewohnt wieder an der BG Unfallklinik stationiert sein“, erläutert Dr. Rafaela Korte, die Geschäftsführerin der BG Unfallklinik Frankfurt am Main. Während der Bauzeit wird „Christoph2“ nach Friedrichsdorf auf das Gelände der Firma Rotorflug verlegt.

Selbstverständlich werden auch während dieser Zeit schwerverletzte Patienten per Hubschrauber in die BGU gebracht, da die Klinik über einen zweiten Hubschrauberlandeplatz direkt über dem OP/Schockraum verfügt. Somit können Polytraumpatienten auch weiterhin auf kürzestem Wege versorgt werden.

Im Durchschnitt fliegen wir drei bis vier Einsätze täglich
Wenn Hilfe aus der Luft benötigt wird, sind „Christoph2“ und sein Team in weniger als zwei Minuten startklar. Einsatzbereit ist der Rettungshubschrauber täglich von sieben Uhr bis Sonnenuntergang. Sein Einsatzradius beträgt im Regelfall 60 Kilometer, kann aber auch im Bedarfsfall darüber hinaus gehen. Drei bis vier Einsätze absolviert das Team im Durchschnitt täglich. Das Luftrettungsteam setzt sich aus einem Arzt der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Frankfurt am Main, einem Rettungsassistenten der Frankfurter Berufsfeuerwehr sowie einem Piloten der Bundespolizei der Fliegerstaffel Fuldatal zusammen. „Die häufigsten Einsätze fliegen wir zu Verkehrs- und Arbeitsunfälle“, weiß Dr. Uwe Schweigkofler, Leitender Arzt des Notfall- und Rettungszentrums an der BGU Frankfurt am Main. Der wesentliche Vorteil eines Hubschraubers ist seine Geschwindigkeit. Der Notarzt wird auf dem schnellsten Weg, unabhängig von Verkehrswegen oder Staus, zum Notfallpatienten gebracht. Das ist insbesondere deshalb wichtig, weil der Beginn der ärztlichen Versorgung in vielen Fällen über Leben und Tod bzw. mögliche Spätfolgen entscheidet.
Der Rettungshubschrauber ist mit allen Medizingeräten und Medikamenten ausgerüstet, die der Notarzt für eine adäquate medizinische Erstversorgung benötigt. Notfallpatienten können in kürzester Zeit unter ärztlicher Aufsicht in geeignete Kliniken transportiert werden.

Übrigens in 2017 feierte der an der BG Unfallklinik stationierte Rettungshubschrauber „Christoph2“ gleich zwei Jubiläum: seit seiner Indienststellung im August 1972, startete er am 13. März 2017 zu seinem 50.000sten Einsatz von der BG Unfallklinik aus und am 26. August 2017 konnte er seinen 45. Geburtstag feiern.

 

 

  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rita Krötz

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