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Gemeinsam für eine optimale Rehabilitation sorgen

Reha-Berater der Unfallversicherungsvertreter unterstützen die Versicherten aktiv bei ihrer medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation und Integration nach einem Arbeits- oder Wegeunfall.  Ein individuelles Reha-Management verbessert die Qualität einer Rehabilitation deutlich. Das Reha-Management wird in erster Linie bei Arbeitsunfällen eingesetzt, bei denen eine längere Arbeitsunfähigkeit prognostiziert wird oder der Verlust des Arbeitsplatzes droht. Im Einzelfall können auch Berufskrankheiten in das Reha-Management einbezogen werden. Versicherte, Ärztinnen und Ärzte sowie Unternehmen werden dabei frühzeitig in den Rehabilitationsprozess der Patienten eingebunden. Gemeinsam wird ein individueller Reha-Plan mit allen geplanten Maßnahmen und Zielen des Heilverfahrens sowie der beruflichen Wiedereingliederung abgestimmt und von allen Beteiligten unterschrieben, um so ein optimales Rehabilitationsergebnis zu erzielen. Frühzeitige Planung ermöglicht eine nahtlose Vernetzung von Maßnahmen und vermeidet Rehalöcher. Parallel zur medizinischen Behandlung beziehen die BGen und Unfallkassen die Unternehmen (auch Schulen) aktiv an der Wiedereingliederung ein, damit auch die berufliche Reintegration nach einer Unfallverletzung besser gelingt. Arbeitsplatzorientierte Rehabilitationsmaßnahmen als Therapieform spielen ebenfalls eine immer größere Rolle.

Bei schwierigen Fallkonstellationen sollen durch Koordination und Vernetzung aller notwendigen Maßnahmen die Gesundheitsschäden, die Versicherte durch einen Arbeits- oder Wegeunfall erlitten haben, mit allen geeigneten Mitteln geheilt oder optimiert werden. Eine Verschlimmerung soll möglichst verhindert und eine zeitnahe und dauerhafte berufliche und soziale Wiedereingliederung sowie eine selbstbestimmte Lebensführung erreicht werden.
 
Im Zentrum des Reha-Managements der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen steht die individuelle, persönliche Beratung und Begleitung der Versicherten. Diese setzt im Idealfall so früh wie möglich ein und beruht auf partnerschaftlicher Einbindung aller Beteiligten. Das Reha-Management dient dazu, alle notwendigen Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation zu koordinieren und beginnt oftmals schon während der Akutbehandlung. Dabei arbeiten die Unfallversicherungsträger (UVT) eng mit zugelassenen spezialisierten Ärzten und Ärztinnen, Unfall- und Rehabilitationskliniken, beruflichen Bildungseinrichtungen sowie Unternehmen zusammen.

Die BG Unfallklinik Frankfurt bietet das gesamte Spektrum der berufsgenossenschaftlichen Akut- und Rehabilitationsbehandlung nach dem Prinzip „alles aus einer Hand“ an. Für die oft komplexen Fragestellungen im individuellen Rehamanagement sind an der BG Unfallklinik die Sondersprechstunden mit den UVTs im letzten Jahr erheblich ausgebaut worden. Jeden Tag finden mit unterschiedlichen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Sprechstunden statt. Alle Fragen der Versicherten zur medizinischen Behandlung sowie zu beruflichen und sozialen Reintegration können bei diesen Sprechstunden erörtert und geklärt werden.

Durch die enge Anbindung der Rehaberater in den Behandlungsprozess und der Einbeziehung aller Spezialabteilungen des Hauses kann so ein effizientes und individuelles Therapiekonzept mit Reduktion von Schnittstellen für jeden Patienten angeboten werden.

Zudem wurden für die Hauptbeleger des Hauses sogenannte Rehakoordinatoren etabliert. Die Mitarbeiter der Unfallversicherungsträger kümmern sich an einem Tag in der Woche um ihre stationären und ambulanten Patienten im Haus und können so eine enge Anbindung der Versicherten gewährleisten und die Fortschritte im Heilverfahren aktiv begleiten. Ziel einer Verzahnung von medizinischer Behandlung und enger individueller Betreuung durch die Unfallversicherungsträger ist es, gerade bei komplexen Fallgestaltungen, frühzeitig Komplikationen oder Hindernisse im gesamten Rehabilitationsverlauf zu erkennen und wenn möglich, zu verhindern. Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten ist es, eine zügige und nachhaltige Wiedereingliederung der Patienten in das Arbeitsleben und das selbstbestimmte Leben in der Gemeinschaft, dauerhaft zu erreichen.

Hinweis in eigener Sache:  

Die Ärztezeitung berichtet in Ihrer Ausgabe vom 14. Juni 2017 über das bg-liche Heilverfahren: http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/klinikmanagement/article/937739/wiedereingliederung-therapie-schnittstellenprobleme.html

  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rita Krötz

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