Unser Leistungsspektrum

Seit 1962 werden an der BGU Patienten mit einer unfallbedingt oder erkrankungsbedingt erworbenen Querschnittlähmung behandelt.

Unser Behandlungsziel ist es, dass unsere Patienten unter Nutzung aller zur Verfügung stehenden Ressourcen eine größtmögliche Selbständigkeit erreichen, mit Rückkehr in ihr privates Umfeld.

Als Traumazentrum versorgen und betreuen wir interdisziplinär Wirbelsäulenverletzte vom Unfallort an. Über die operative stabilisierende Versorgung der Wirbelsäule sowie vorliegender Begleitverletzungen, über die intensivmedizinische Behandlung, von der komplexen Erstbehandlung bei Rückenmarkverletzung, bis hin zur späteren ambulanten Betreuung und Behandlung aller mit der Querschnittlähmung verbundenen Komplikationen, lebenslang.

Unsere drei Säulen der Leistungen

Unsere teamorientierten Leistungen ruhen auf drei Säulen :

In Zusammenarbeit mit der neurochirurgisch-neurotraumatologischen Abteilung werden alle modernen Verfahren der Wirbelsäulenchirurgie unter Verwendung der Neuronavigation und minimal invasiv endoskopischer Verfahren durchgeführt sowie zur Behandlung der Spastik und Schmerzen Medikamentenpumpen eingesetzt.

Plastisch-chirurgisch behandelt werden Druckstellen (Dekubitus) unter den Gesichtspunkten eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes, der sowohl auf die operative und konservative Behandlung der akuten Komplikation abzielt, als auch auf die Entwicklung von Strategien zur Vermeidung des Wiederauftretens. 

Wir führen funktionsverbessernde Eingriffe bei spastikbedingten Kontrakturen und Fehlstellungen durch, einschließlich operative Verbesserungen der Gelenkbeweglichkeit bei Weichgewebsverkalkungen (POA).

Wir bieten funktionsverbessernde Operationen der oberen Gliedmaßen im Rahmen der Rehabilitation bei hoher Querschnittlähmung (Tetraplegie) an.
In enger Zusammenarbeit mit der anästhesiologischen Abteilung erfolgt die Behandlung vitaler Komplikationen und die Schmerztherapie sowie die Betreuung beatmungspflichtiger Patienten - vorbereitend zur Heimbeatmung.

Von Seiten des neurologischen Fachgebietes erfolgt die fachärztliche Betreuung der Querschnittlähmung sowohl bei traumatischer Ursache, als auch bei Querschnittlähmungen, die mit dem neurologischen Fachgebiet verbunden sind. Es werden im Rahmen des Monitoring kontinuierlich alle erforderlichen neurophysiologischen Untersuchungen durch unser gut geschultes Personal durchgeführt.

Von Seiten des urologischen Fachgebietes erfolgen die regelmäßigen urodynamischen Messungen sowie die sonographischen Kontrolluntersuchungen, die medikamentöse Behandlung der Blasenfunktionsstörung inklusive der Botox-Behandlung der spastischen Blase.

Wir bieten unseren Patienten das Verfahren der externen Blasenstimulation an. Die Steinbehandlung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main inklusive der extrakorporalen Stoßwellentherapie.