Maßnahmen

Hygiene in der täglichen Praxis

Für die Gesunderhaltung unserer Patienten sowie zur Gesundheitsförderung und Infektionsverhütung wird in der BG Unfallklinik zusätzlich zur selbstverständlichen Beachtung der geltenden Gesetze, Vorschriften und Regeln und der Schulung des Personals intensiv daran gearbeitet, ein transparentes, praktikables und individuell auf die Klinik zugeschnittenes Hygienemanagement umzusetzen:

Praktische Umsetzung der Krankenhaushygiene an der BG Unfallklinik

  • Seit 2008 beteiligen wir uns aktiv an der bundesweiten »Aktion Saubere Hände«.
  • Wir nehmen regelmäßige Begehungen aller Bereiche des Krankenhauses vor, insbesondere der Stationen und Funktionsbereiche und dokumentieren eventuelle Mängel und deren Beseitigung systematisch.
  • Die Überwachung aller hygienerelevanten Arbeitsabläufe in Diagnostik, Therapie und Pflege sowie der Lebensmittelherstellung und der Aufbereitung von Medizinprodukten ist selbstverständlich; ebenfalls die Überwachung der Ver- und Entsorgung (Sterilgut, Speisen, Wäsche, Abfall).
  • Die Erstellung, Fortschreibung und Überwachung der Einhaltung von Hygiene-,Reinigungs- und Arbeitsplänen erfolgt immer unter hygienischen Gesichtspunkten.
  • Wir führen alle vorgeschriebenen mikrobiologische Untersuchungen von Geräten wie Geschirrspül- und Textilwaschanlagen, Sterilisatoren, Endoskope, raumlufttechnischen Anlagen, Trinkwasser, Schwimm- und Badewasser, Dosiergeräte, Steckbeckenspülautomaten etc. durch.
  • Wir verfügen über modernste Klimatisierungstechnik und Einrichtung von Operationssälen.
  • Es werden bei uns kontinuierlich geprüfte, neueste Medizinprodukte eingesetzt. 
 Unsere rezertifizerte ZSVA als Basis der "technischen Hygiene"

Die Sterilgutaufbereitung hilft als Bereich der „technischen Hygiene“ wesentlich, im operativen Umfeld entstehende Infektionen zu verhüten. Originäre Aufgabe einer zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) ist die Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Medizinprodukten.

Gesetze, Regelwerke, Normen und sonstige Vorschriften, aber auch die Hersteller der Medizinprodukte und der Reinigungs- und Desinfektionsgeräte geben hohe Anforderungen dafür vor. Diese können nur mit einer geeigneten technischen Ausstattung, einem intensiv und kontinuierlich geschulten Fachpersonal und einem modernen Qualitätsmanagement, unterstützt durch interne hygienische und technische Beratung erfüllt werden.

Entscheidend für eine gute Qualität in der Aufbereitung von Medizinprodukten ist ein geordneter Qualitätsprozess, der auch die Aufbereitung jedes einzelnen Medizinproduktes nachvollziehbar macht. In unserer ZSVA im Sockelgeschoss der Klinik wird der Prozess der Reinigung, der Desinfektion und der Sterilisation mittels EDV aufgezeichnet und 30 Jahre lang archiviert. Etwa 2000 Instrumente werden in unserer ZSVA pro Monat aufbereitet, wobei über 80 % aller Instrumente für Operationen eingesetzt werden. Manche Operationen benötigen bis zu 15 sogenannte Instrumentensiebe, die jeweils ca. 100 Instrumente beinhalten.

Die Arbeit der Fachabteilung beruht auf den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) und verlangt Präzision und Fachkompetenz, damit keine Infektionen übertragen werden können. Die Mitarbeiter der Abteilung haben Sterilisationslehrgänge absolviert und sind als Technische Sterilsations-Assistenten qualifiziert.

Um die hohe Qualität der Abläufe unserer Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung zu bestätigen und weiter zu verbessern, haben wir unsere ZSVA 2012 zertifizieren und 2015 rezertifizieren lassen.
Es hat sich gezeigt, dass konsequente Qualität in der Hygiene das Infektionsrisiko deutlich senkt.
Wir arbeiten daher auch weiterhin an der ständigen Optimierung unserer Maßnahmen zum Schutz und Wohl unserer Patienten. 

  Vorsitz Hygienekommission

Dr. med. Rolf Teßmann

Sekretariat :
Monika Bachus

Leitende Hygienefachkraft:
Heike Karpf

  069 475-2568 anaesthesie@bgu-frankfurt.de hygienefachkraft@bgu-frankfurt.de