Zentrale OP-Abteilung

In unserer Operationsabteilung sind über 40 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Neben Operationsschwestern, Krankenschwestern und Krankenpfleger arbeiten Operationstechnische Assistenten und Arzthelferinnen zusammen mit Operateuren und Anästhesiepersonal, um täglich 24 Stunden eine optimale operative Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Dafür stehen im Zentral-OP derzeit neun aseptische und zwei septische Säle mit modernster medizintechnischer Ausstattung zur Verfügung. Auch die Notfallambulanz ist mit OP-Räumen für kleine Soforteingriffe ausgestattet. 

 Medizintechnische Ausstattung im OP

Diese OP-Säle werden von allen in der BG Unfallklinik operativ-tätigen Fachrichtungen in Anspruch genommen. Für die vielen unterschiedlichen Arten der Operationen ist der Einsatz hoch entwickelter Geräte nötig, welche speziell für den operativen Einsatz hergestellt wurden.

Zur Verfügung stehen beispielsweise:

  • ein Computertomograf (CT
  • zwei CT- und Röntgengestützte Navigationssysteme 
  • ein 3 D - Bildwandler 
  • drei OP-Mikroskope 
  • mindestens ein fahrbares Röntgengerät in jedem OP-Saal 
  • BrainSuite iCT 

Die sogenannte BrainSuite iCT ist ein integrierter Operationssaal, der mit modernster Technik alle verfügbaren Informationen zusammenführt und dem Chirurgen zur Verfügung stellt. Neben den üblichen Röntgenuntersuchungen können hier auch CT-Untersuchungen, die zur Navigation von Implantaten erforderlich sind, durchgeführt werden. Zusätzlich werden Informationen von Mikroskopen, Endoskopen und zum Beispiel dem sogenannten Neuromonitoring zusammengefasst. So behält der Operateur jederzeit die Kontrolle.

Zudem steht eine große Anzahl weiterer Geräte direkt im OP zur Verfügung.
Der wissenschaftliche und technische Fortschritt verlangt jeden Tag ein Höchstmaß an Flexibilität. Der Einsatz vieler verschiedener Instrumentarien, der Aufbau spezieller OP-Tische für die Lagerung des Patienten während der OP und vieles mehr, erfordert von unseren OP-Mitarbeitern einen hohen und aktuellen Wissensstand. Dieser wird durch ständige Fort- und Weiterbildung gewährleistet.

Mithilfe eines Online-Computersystems sind wir in der Lage, in jedem OP-Saal alle operations- und patientenrelevanten Daten zu dokumentieren und für die anderen an der Behandlung des Patienten beteiligten Berufsgruppen zur Verfügung zu stellen. Die speziell hierfür nötige Dokumentationssoftware, welche auch von anderen BG Kliniken für die Dokumentation genutzt wird, verschafft uns ein hohes Maß an Effizienz und Transparenz im Rahmen unseres Versorgungsauftrages.

 Team Time Out

Instrument des Risikomanagements und zur Prävention von Eingriffsverwechslungen wurde in der BG Unfallklinik das »Team Time Out« als ein fester Bestandteil im täglichen Operationsablauf eingeführt.

Dazu wurde eine Checkliste entworfen, die zur standardisierten Abfrage der Identität des Patienten, der Diagnose, des Eingriffsorts (unter Berücksichtigung der Seite) und der geplanten Eingriffsart dient und vom behandelnden Arzt vor der OP auszufüllen ist. Die benötigten Implantate, Instrumentarien und deren Sicherheitscheck werden hier ebenso mit abgefragt wie mögliche Allergie-, Aspirations- und Intubationsrisiken des Patienten.

Unmittelbar vor dem ersten Hautschnitt werden noch mal in einem so genannten »Team Time Out« alle Punkte der Checkliste von dazu bestimmten Personen im OP (Operateur, Anästhesist, OP-Pflege, Anästhesie-Pflege) durchgesprochen. Je nach Bedarf wird auch die Verfügbarkeit von speziellen radiologischen Untersuchungen und Implantaten abgefragt. Das gesamte Team ist in diesem Moment, dem letzten Innehalten vor dem Eingriff, gefragt und wird um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten, denn zu jedem einzelnen Punkt ist die aktuelle Zustimmung jedes befragten Teammitglieds erforderlich. Erst dann wird das Skalpell oder das entsprechende Untersuchungsgerät dem Operateur gereicht, der dann mit Gewissheit mögliche Fehlerquellen ausgeschlossen hat.

Nach der OP, bevor der Patient den OP-Saal verlässt, wird ein finaler Check durchgeführt. Hierzu werden alle medizinischen Instrumente, Nadeln und Tupfer gezählt. Außerdem werden die Beschriftungen der Gefäße für die Pathologie und Infektiologie kontrolliert. Zum Abschluss hält der Operateur eine Kurzinfo über den Verlauf der Operation und die postoperative anästhesiologische Verordnung noch im OP schriftlich fest.

Durch die strikte Einhaltung dieser Maßnahmen vor, während und nach der OP lassen sich Vorfälle wie Operationen an falscher Stelle, an falschen Personen oder unter Anwendung falscher Verfahren vermeiden. Wir sind zuversichtlich, damit einen wichtigen Beitrag zur Optimierung der Patientensicherheit an der Unfallklinik zu leisten.

  Weitere Infos

Hier finden Sie Informationen zu unserer

Zentralsterilgutversorgungsabteilung »

und 

Intensivmedizin »

 

 

  OP-Leitung

Alexandra Wagner

alexandra.wagner@bgu-frankfurt.de