Notfall- und Rettungszentrum

Kernkompetenzen bündeln, Schnittstellen optimieren und neue Behandlungsabläufe in die Notfallmedizin integrieren - mit diesen Schlagworten kann man die Ziele des Notfall- und Rettungszentrum an der BG Unfallklinik skizzieren. Steigende Patientenzahlen, die Zertifizierung zum überregionalen Traumazentrum und die starke Einbindung in die entstandenen Netzwerkstrukturen haben zu einer herausragenden Stellung unserer Unfallklinik in Hessen geführt.
Diese führende Rolle im Rettungsdienst und bei der Versorgung von Unfallverletzten wird in enger Kooperation mit den Spezialabteilungen der Klinik sowie externen Institutionen in den nächsten Jahren weiter ausgebaut und optimiert werden.

Interdisziplinäres notfallmedizinisches Kompetenzzentrum

Der eigentlichen Notfallambulanz kommt als Schnittstelle zum Rettungsdienst und innerhalb der Klinik eine zunehmende Bedeutung zu. Eine enge Anbindung an das OP-Management und die Intensivstation sind ebenso notwendig wie die Kooperation mit den einzelnen Spezialdisziplinen mit ihren hochdifferenzierten Behandlungsstandards. Unser Notfall- und Rettungszentrum wird neben dem Bereich der Notfallambulanz und des Schockraums die chirurgische Kompetenz auf der interdisziplinären Intensivstation vertreten und diese betreuen. Durch die organisatorische und auch personelle Anbindung lassen sich interne Abläufe der Akutversorgung von Verletzten optimieren. Durch die Schaffung eines interdisziplinären, notfallmedizinischen Kompetenzzentrums kann eine fachkundige Behandlung jedes Patienten von Beginn der Behandlung an gelenkt werden.

 Etablierung neuer Techniken

Die Etablierung neuer Techniken der Kommunikation- und Datenerfassung wird bei der Behandlung und Dokumentation im Rahmen der Akutversorgung die medizinische Arbeit erleichtern. Weiterhin gilt es Aspekten der Versorgungsforschung gerecht zu werden und ohne zusätzlichen Dokumentationsaufwand, die Grundlagen für eine weitreichende Registerarbeit und wissenschaftliche Auswertung zu schaffen. Die Einführung von Medical Pathways soll neben einer strukturierten Ausbildung eine Verbesserung der medizinischen Dokumentation erreichen. Die Installation und Etablierung von Datenbanken dokumentiert nicht nur die geleistete Arbeit, sondern macht auch Statistiken und Auswertungen, bis hin zu einem tagesaktuellen "Benchmarking", möglich und ist Grundlage der interne Qualitätssicherung.

 Optimierung der Schnittstellen

Gerade der Optimierung der Schnittstellenproblematik zwischen präklinischer und klinischer Patientenversorgung wird eine besondere Bedeutung beigemessen. Die schon bestehenden Kooperationen mit diversen Bereichen des Rettungsdienstes sollen, auch hinsichtlich Ausbildung und Forschung, ausgebaut werden. Beispielhaft sei ein Projekte eines gemeinsamen Simulationstraining für Rettungsdienst und Schockraumpersonal genannt.

Die direkte und enge Anbindung der Rettungsmittel Notarzteinsatzfahrzeug (NEF 1) und Rettungshubschrauber Christoph 2 an die Notaufnahme, z. B. durch die überwiegende ärztliche Besetzung aus der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie erscheint sinnvoll. Unter dem Motto: „one face to the customer“ wird es möglich werden, dass ein Arzt den Patienten von der Strasse über den Schockraum bis in den OP betreut. Reibungs- und Informationsverluste an den Schnittstellen können vermieden, und unter Aus- und Weiterbildungsaspekten die Notfall- und Akutversorgung umfänglich vermittelt werden.

 Anbindung und weitere Aufgaben

Für die umfassende Versorgung aller BG Patienten ist das Notfall- und Rettungszentrum eng an die D-Arzt Ambulanz, an niedergelassene Durchgangsärzte, die Abteilung für BG Kompetenzzentrum und Rehamanagent sowie selbstverständlich an alle Einrichtungen der Berufsgenossenschaften angebunden.

Perspektivisch ist das Notfall- und Rettungszentrum um eine Aufnahmeabteilung, mit einer Bündelung von Ressourcen, für Akutverletzter zu erweitern. Aus einer solchen zentralen Notaufnahme sind die Patienten nach spätestens 24 Stunden in die spezifischen Fachabteilungen oder nach Hause weiter zu verlegen.

Zur Vorbereitung oder gar Bewältigung von Großschadensereignissen wird unter der Federführung des Notfall- und Rettungszentrums die Thematik der "Krankenhausalarm und Einsatzplanung" umfassend bearbeitet und geübt. D. h. die Infrastruktur gewartet, Personal geschult und neue Konzepte entwickelt.

Durch die Etablierung eines eigenen Zentrums unter der Leitung der Unfallchirurgie wollen wir unserer herausragenden Rolle im Rettungsdienst und der Notfallversorgung sowie den sich wandelnden Anforderungen, Rechnung tragen.

  Leitender Arzt

Dr. med. Uwe Schweigkofler

uwe.schweigkofler@bgu-frankfurt.de

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