Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Das Leistungsspektrum der Radiologieabteilung umfasst die konventionelle Röntgendiagnostik, Ultraschalluntersuchungen sowie die Diagnostik mittels Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT).

Die Röntgendiagnostik ist in der BG Unfallklinik von besonderer Bedeutung. Fast keine Knochenbruchverletzung ist ohne Anfertigung von Röntgenbildern ausreichend zu analysieren und richtig zu behandeln. Mit Hilfe spezieller Verfahren können Gelenke, Gefäße und Organe dargestellt werden.

Ultraschalluntersuchungen ergänzen die Röntgenuntersuchungen und gehören zur Erstuntersuchung jedes Schwer- und Mehrfachverletzten. Sie werden beispielsweise zum Auffinden und räumlichen Abschätzen von Blutergüssen und anderen Flüssigkeitsansammlungen sowie zur Organ- und Körperhöhlendiagnostik durchgeführt.

 Zielgenaue Operationen durch Computertomographie (CT)

Die CT ergänzt in idealer Weise die konventionelle Röntgendiagnostik, insbesondere im Bereich der frischen Knochenverletzung. Es können komplexe Knochen- und Weichgewebsverletzungen in komplizierten und verborgenen Körperregionen wie zum Beispiel der Wirbelsäule, des Beckens und des Schädels erkannt werden. Zur Verfügung stehen in der BG Unfallklinik ein 128 Zeilen Computertomograph mit 3-D Drucker (seit Juni 2017) und ein 32- fach Spiral CT, das Dünnschichtuntersuchungen in transversaler oder paratransversaler Schnittführung aller Körperregionen mit 2D- und 3D-Rekonstruktionen in jeder gewünschten Projektionsebene ermöglicht. Außerdem können mit Hilfe der CT gezielte Körperpunktionen sowie Navigatorplanungen durchgeführt werden. Letzteres Verfahren ermöglicht eine computergestützte zielgenaue Operation in mehreren Körperregionen. Insbesondere durch ein zweites CT–Gerät im OP-Saal der Neurochirurgie ist es möglich, in den komplexen Strukturen der Wirbelsäule eine zielgenaue Stabilisierungs-OP nach Wirbelsäulen-Verletzungen durchzuführen.

 Magnetresonanztomographie (MRT) oder Kernspintomographie

Die Kernspintomographie erweitert das diagnostische Spektrum erheblich. Hier können wegen des hohen Weichteilkontrastes die früher unzugänglichen Weichgewebe, z. B. Knorpel, Sehnen und Bänder besser dargestellt werden, was insbesondere für eine Unfallklinik von Bedeutung ist. Insbesondere im Rahmen des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens bietet die Kernspintomographie hohe Treffsicherheit bei der Beurteilung von Unfallfolgen. Von der Kontrastmittelgabe abgesehen, ist dies ein nahezu invasionsfreies Untersuchungsverfahren, das keine Strahlenbelastung zur Folge hat.

 Angiographie und Interventionelle Radiologie

Als diagnostische Verfahren steht an der BG Unfallklinik Frankfurt die konventionelle Angiographie in DSA Technik zur Verfügung. Das Spektrum der interventionellen Verfahren reicht von der Angioplastie (PTA, mit und ohne Stentimplantation) bis zur Gefäßembolisation bei Blutungen mittels endovaskulär eingebrachter Embolisationsspiralen. Interventionelle Maßnahmen wie die Embolisation blutender Gefäße stellen eine etablierte Methode in der Versorgung polytraumatisierter Patienten dar. Die Gefäßintervention erfolgen dabei in enger Kooperation mit dem Klinikum Offenbach. Neben den Gefäßinterventionen bietet die radiologische Abteilung die Implantation dauerhafter zentralvenöser Zugänge an (Portkatheter).

  Chefarzt

Prof. Dr. med. Alexander Langheinrich

Sekretariat:
Linda Gallina

  069 475-2552   069 475-2524   radiologie@bgu-frankfurt.de

  Zur bildgebenden Diagnostik im Medizinischen Versorgungszentrum

  www.mainbgmed-mvz.de