Intensivmedizin

Auf der Intensivstation wird das gesamte Spektrum der modernen Hochleistungsmedizin angeboten. Mit insgesamt 15 Betten hat unsere Intensivstation einen außerordentlich hohen Versorgungsanspruch. Hier werden neben schwerstverletzten Patienten vor allem akut schwer erkrankte Patienten nach großen operativen Eingriffen betreut. Alle Behandlungsplätze sind mit neuesten, vernetzten Monitorsystemen zur Überwachung der Vitalfunktionen ausgerüstet. Uns stehen Beatmungsgeräte aktuellster Bauart zur Verfügung. Alle modernen Beatmungsformen, einschließlich aller nicht-invasiven Beatmungstechniken kommen zur Anwendung.
Bei Patienten mit schwerem Lungenversagen, kann das pumpengestützte Lungenersatzverfahren (iLA®activve) zur extracorporalen Oxygenierung (ECMO) eingesetzt werden. Vereinfacht gesprochen, wird hier durch sehr großlumige Gefäßkanülen venöses Blut pumpenbetrieben einem außerhalb des Körpers gelegenen Membran-Oxygenator (Blutsauerstoffanreicherung) zugeführt, sauerstoffgesättigt und dann wieder dem Körper zugeführt. Parallel hierzu kann eine extrem lungenschonende Beatmung durchgeführt werden, die hilft, die Erholung der geschädigten Lunge herbeizuführen.

In der Behandlung von Patienten mit schweren Schädelhirntraumata sowie bei der Behandlung von Patienten nach Reanimationen spielt die definierte Kühlung der Patienten sowie die Konstanz der Körpertemperatur auf einem vorab definiertem niedrigen Wert eine entscheidende Rolle für das Outcome des Patienten. Die Temperaturregulierung mithilfe maschinell gestützter kontrollierter Patientenkühlung durch flüssigkeitsumspülte Gelpads (Arctic Sun® der Firma Medivance) geschieht durch Kühlung der durchströmenden Flüssigkeit und gleichzeitiger kontinuierlicher Registrierung der Körperkerntemperatur des Patienten mittels Blasenthermometer. Das von uns eingesetzte Gerät hält für die eingestellte Zeit die angegebene Temperatur im gewünschten Bereich und führt im Anschluss nach definierten Parametern eine Wiedererwärmung des Patienten durch.

Um schließlich die komplexen Zusammenhänge des Mehrorganversagens individuell optimal zu therapieren, ist der Einsatz von hämodynamischem Monitoring seit Jahren ein obligater Bestandteil unserer Therapiesteuerung. Wann immer nötig, stehen allen Patienten moderne PICCO-Technologien zur Verfügung.

Aufwändige Lagerungstherapie mit Hilfe von Spezialbetten kann ebenso durchgeführt werden wie kontinuierliche Nierenersatztherapie.

Jährlich behandeln wir ca. 1250 Patienten auf unserer Intensivstation. Durch regelmäßige zertifizierte ärztliche Fort- und Weiterbildung können wir eine hohe fachliche Qualität gewährleisten. Auch die hohe Anzahl von Fachpflegekräften trägt eindeutig zu der überragenden Behandlungsqualität unserer Patienten bei. 

  Chefarzt

Dr. med. Rolf Teßmann

Sekretariat :
Monika Bachus

  069 475-2568   069 475-2589 anaesthesie@bgu-frankfurt.de